Prime – nicht „ob“ sondern „wie“ ist die wichtige Frage

Wer bei Amazon erfolgreich verkaufen möchte, der muss seine Produkte weit vorne mit anbieten. Sichtbarkeit und somit einfache Auffindbarkeit ist das A&O für ein starkes Listing. Auch wenn mehrere Faktoren das Ranking beeinflussen, so ist der Prime Status die Basis jeden guten Rankings. Worauf es beim Erreichen des Prime Status nun ankommt und wie du am besten vorgehen kannst, klären wir in diesem Beitrag.


Zunächst möchten wir aber einem Mythus aufräumen. Immer wieder liest man in Foren und Gruppe Diskussionen über den Prime Status. Brauch man wirklich das Prime Logo? Ich verkaufe auch so gut und verzichte deswegen, hört man auch immer wieder mal. Jetzt aber mal ehrlich, wie viele Produkte kaufst du selbst ohne Prime Logo? Wenn viele Kunden (so wie wir selbst auch) unsere Suchergebnisse auf Amazon filtern, um nur Prime Angebote zu sehen, dann würde dein Angebot ohne dem Prime Logo noch nicht einmal auftauchen. Amazon hat seine Kunden im letzten Jahrzehnt (v)erzogen und dadurch auch die Erwartungen der Kunden aktiv mit geformt. Heutzutage möchte keiner mehr lange auf seine Bestellung warten, kostenfreie Retoure wird vorausgesetzt und einen schnellen Kundenservice wollen auch alle. Wer da nicht mithalten kann, der wird es schwer haben auf dem Markt. Um dies und Amazons 17+ Millionen Prime Kunden nicht zu verlieren, ist das Prime Logo auf deinen Produkten also ausschlaggebend.


Vorteile des Prime Logos aus Kundensicht


Für aktuell 69€ im Monat erhalten Prime Kunden eine breite Palette an Vorteilen. Dazu gehört der kostenfreie Premium-Versand für Millionen von Artikel, sogar mit kostenlosem Same Day Versand für verfügbare Artikel. Mitglieder erhalten spezielle Angebote und können zum Teil auch früher auf diese zugreifen. Neben dem Shopping angeboten hält Amazon seine Prime Mitglieder durch weitere Goodies bei Laune. Dazu gehören Prime Video, Prime Music und Amazon Photos. Da die Anzahl der Prime Mitglieder und die generelle Erwartung unserer Kunden immer weiterwächst, sollte man sich also nicht gegen eine derartige Entwicklung stellen, sondern vielmehr daran arbeiten im Zeitalter mitzuhalten. Und wer da nun mal keine Prime Produkte anbietet, der sollte vielleicht anfangen sein altes Nokia 3310 wieder auszugraben.


Wie kann mein seine Produkte mit einem Prime Angebot anbieten?


Amazon hat in den letzten Jahren seine Programme immer weiter ausgearbeitet. Aktuell gibt es drei Programme, mit welchen du das Prime Logo für deine Produkte erhalten kannst. Bevor wir dir diese vorstellen, möchten wir noch klarstellen, dass kein besser als das andere ist. Vielmehr gibt es Produkte die besser für das eine Programm geeignet sind, wohingegen andere Produkte ein anderes Programm benötigen.


Versand durch Amazon

Der Versand durch Amazon (FBA) ist die Mutter des Prime Versands, mit der alles begann. Mit FBA übernimmt Amazon deinen Versand. Dazu sendest du vorab deinen Warenbestand (zu Beginn empfehlen wir die Anzahl der verkauften Einheiten in den letzten 30 Tagen einzusenden) zu Amazon ins Logistikzentrum. Von hier übernimmt Amazon den Rest: von der Versendung der Ware nach Bestellungseingang über die potenzielle Retoure und den Kundenservice. Die zusätzliche FBA Gebühr berechnet sich aus Lagerung und Versand zum Endkunden. Deswegen ist es clever, Warenmengen clever zu bestimmen und unnötig große Produktverpackungen zu vermeiden. Viele Verkäufer haben Angst Ware ins Amazon Lager zusenden, aus den verschiedensten Gründen. Schau dir dafür einfach mal so ein Logistikzentrum von Innen an. Online kannst du einfach eine Besichtigung terminieren und hinter die Kulissen schauen.


Prime durch Verkäufer

Zum Teil gibt es aber Gründe weswegen Artikel nicht zu Amazon gesendet werden können z.B. wegen der Größe, Gewicht, Fertigungsprozess usw. Dafür hat Amazon das Prime durch Verkäufer Programm ins Leben gerufen. Hier legt Amazon den großen Wert des Prime Logos in die vertrauensvollen Hände des Verkäufers, welcher die Ware direkt aus seinem Lager zu den Kunden sendet. Hier gibt es strenge Qualitätskontrollen und Bestimmungen, da die Einhaltung der Lieferversprechen zu Amazons DANN gehören. Prime durch Verkäufer Artikel müssen aktuell mit Amazons Versanddienstleister DPD versendet werden. Außerdem müssen Verkäufer eine Probezeit überstehen, in der Sie nachweisen, dass die Ware pünktlich an den DPD Abholer übergeben wird. Auch nach Ablauf der Probezeit, kontrolliert Amazon das Einhalten der Abholzeiten strikt.


Small and Light

Small and Light ist Amazons jüngstes Prime Programm. Bisher hatten Verkäufer mit sehr kleinen und sehr leichten Produkten das Problem, dass die Amazon FBA Gebühr viel zu hoch war und dadurch nicht mehr den Prime Vorteil überwiegen konnten. Mit Small and Light soll genau diesen Kunden geholfen werden. Es werden kleine, leichte und günstige Produkte fokussiert: max. 225 Produktgewicht und maximalen Abmessungen von 33,5 cm x 23 cm x 4,6 cm. Außerdem dürfen die Produkte einen Verkaufspreis von 10€ nicht überschreiten. Mit diesem Programm Launch reagiert Amazon wunderbar auf Produkte, welche vorher für Prime Mitglieder schwer zu bekommen waren bzw. meist ohne Prime Logo.


Nicht „ob“ sondern „wie“ ist die Frage


Jedes Programm bringt seine Vorteile und gewiss auch den einen oder anderen Nachteil mit. Deine Aufgabe sollte es nun auch nicht sein, herauszufinden, welches Programm am besten zu dir passt. Sondern es ist wichtig, das richtige Programm dem jeweiligen Programm zu zuordnen. Am Ende des Tages sollte das Ziel sein, alle angebotenen Produkte mit einem Prime Logo zu versehen. Produkte, welche den Small and Light Bestimmungen (Gewicht, Produktabmessung und Verkaufspreis) entsprechen, sollten mit diesem Programm Prime-fähig gemacht werden. Die verbleibenden Produkte unterteilen wir in entweder in Versand durch Amazon oder Prime durch Verkäufer. Hier spielen die Abmessungen (Gewicht und Produktabmessung), die Verfügbarkeit der Artikel und zum Teil auch der Verkaufspreis eine Rolle. Manche Verkäufer nutzen sogar beide Programme für eine ASIN. Laut Amazon Richtlinien, darf eine ASIN auf einem Prime und einem Nicht-Prime Angebot geführt werden. Aktuell geht Amazon dessen Verstoß aber nicht nach. Besonders die Kombi FBA und Small and Light ist verführerisch: FBA für den Verkauf in ganz Europa und Small and Light in Deutschland. Small und Light wurde kürzlich auch auf den anderen Marktplätzen gelauncht ist aber mit dem Paneuropäischen Versand (PanEU) aktuell noch nicht kompatibel. Verkaufen außerhalb des DE Marktplatz und PanEU werden wir in einem extra Beitrag noch einmal erklären.


Wir hoffen, dass für dich die Frage rund um die effektive Nutzung des Prime Logos nun etwas klarer ist. Solltest du Hilfe bei der Einrichtung der Programme benötigen bzw. beim Erstellen der dazugehörigen Listings, wende dich gern direkt an uns.


Dein LIEVD UP Team

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