Mit Vollgas auf die erste Seite – Deine erste Werbekampagne

Der Einstieg – Dass der Einsatz von Werbekampagnen bei Amazon Sinn macht, ist so sicher wie der Fernsehturm in Berlin. Sponsored Products, automatische oder manuelle Kampagne und was hat es eigentlich mit diesen Suchbegriffen auf sich, von denen alle sprechen? Durchatmen! Werbekampagnen auf Amazon sind kein Buch mit sieben Siegeln, sondern am Ende reine Fleißarbeit. Also Arme hochkrempeln und los geht’s! Für den Beginn konzentrieren wir uns auf Sponsored Products und lassen Sponsored Brands zunächst außenvor. Sponsored Products sind Werbekampagnen, die jeder Verkäufer auf Amazon nutzen kann.

Lass‘ uns zu Beginn ein paar Begrifflichkeiten klären: Keywords – das sind die Begriffe, auf die wir als Verkäufer bieten. Im Fall des TRX Sportgerät wäre eins der Keywords ‚Schlingentrainer‘. Zusätzlich können wir wählen, ob unsere Keywords exakt oder breit/phasenhaft auf die Suchbegriffe des potenziellen Kunden ausgespielt werden. Dies sind verschiedene Match Types. Anbei ein Beispiel auf das Keyword ‚TRX Schlingentrainer‘:

Alle drei Match Typen decken Änderungen, wie z.B. Groß- & Kleinschreibung, verschiedene Schreibweise der Umlaute (Sportgerät vs. Sportgeraet) oder leichte Schreibfehler (Schlnigentrainer), mit ab. Jeder Typ hat seine eigenen Vor- & Nachteile. Der exakte Typ wird natürlich bei viel wenig Suchbegriffen ausgespielt, verhindert gleichzeitig unnötige Klicks auf Suchbegriffe, die nicht passen. Mit dem breiten Typ benötigt man zwar weniger Keywords und deckt viel Suchvolumen ab, grenzt Keywords gleichzeitig aber nur sehr ungenau ein.

Zusätzlich gibt es noch negative Keywords. Wie der Name es bereits sagt, schließt man mit diesen Keywords die entsprechenden Suchbegriffe der potenziellen Kunden aus. Dies nutzt man beispielsweise für Suchbegriffe, bei denen man schon viele Kosten generiert aber kein Umsatz erzielt hat. Hier hat man ebenfalls die Wahl der Match Types: Negativ Exakt und Negativ Phrase.

Innerhalb der Kampagne unterscheidet man zwischen zwei Kampagnen Typen: Automatisch und Manuell. Automatische Kampagnen werden komplett von Amazon gesteuert. Hier hinterlegen wir nur die zu bewerbenden Produkte. Die Auswahl der Suchbegriffe, auf welche die Anzeigen dann ausgespielt werden, liegt komplett bei Amazon. Bei der manuellen Kampagne hingegen haben wir mehr Kontrolle. Hier legen wir die Keywords und Match Types fest. Auch hier gilt, jeder Kampagnen Typ bringt seine eigenen Vorteile mit. Es gibt gewiss verschiedene Möglichkeiten diese Vorteile für sich zu nutzen, wir zeigen euch heute eine davon auf, welche besonders für den Einstieg geeignet ist.

Zunächst legen wir eine automatische Kampagne für das zu bewerbende Produkt ein. Durch diese Kampagne haben wir die Möglichkeit Daten zu sammeln. Nach circa 1-2 Wochen können wir diese Kampagne auswerten und folgendes Wissen nutzen: Auf welche Keywords haben wir Verkäufe erzielt, wie viel mussten wir ausgeben pro Verkauf oder mit welchen Keywords haben wir nur Geld ausgegeben aber nichts verkauft. Die Grafik anbei zeigt dir, wie wir dieses Wissen optimal verarbeiten. Generell ist das langfristige Ziel dieser Strategie immer mehr von einer automatischen Kampagne zu reinen manuellen Kampagnen zu wechseln. Also immer mehr Kontrolle über Keywords und Gebote.

Aus der automatischen Kampagne ziehen wir die Info, welche Keywords uns zu Umsätzen geführt haben. Von diesen wollen wir die 2-4 besten Keywords definieren basierend auf der Anzahl der Impressionen, Kosten pro Click und Anzahl erzielter Bestellungen. Hieraus entstehen also zwei Listen: (1) 2-4 Top Keywords und (2) restlichen guten Keywords. Für diese Keywords übernehmen wir jetzt selbst die Kontrolle und überlassen nicht mehr Amazon die Entscheidung, ob wir bei passenden Suchbegriffen der potenziellen Kunden ausgespielt werden. Diese Kontrolle gewinnen wir, in dem wir diese Keywords von der automatischen Kampagne ausschließen und mit ihnen manuelle Kampagnen aufsetzen. Das Ausschließen funktioniert via ‚Negative Keywords‘, diese also einfach in der automatischen Kampagne als Exakt ausschließen. Dieser Schritt ist wichtig, um nicht in verschiedenen Kampagnen auf das gleiche Keyword zu konkurrieren. Nun erstellen wir zwei manuelle Kampagnen, je eine für die Top 2-4 Keywords und eine weitere für die restlichen guten Keywords. Hintergrund warum wir nicht einfach alle Keywords in eine Kampagne setzen, ist dass wir dem Algorithmus keine Flexibilität lassen, über welches Keyword priorisiert wird. Wenn ich nun also für den TRX Trainer das Top Keyword „TRX Schlingentrainer“ habe, möchte ich, dass genau dieses Keyword priorisiert wird. Hier kommt nun der Teil der Fleißarbeit. Wenn ich noch zwei weitere Top Keywords habe, setze ich für diese ebenfalls jeweils eine eigene manuelle Kampagne auf und spiele das jeweilige Keyword exakt aus. In der Regel hat man für sein Produkt eine Handvoll Top Keywords aber eine längere Liste an guten Keywords. Wie angekündigt, schalten wir für diese Keywords nun ebenfalls eine manuelle Kampagne und fügen die Keywords dort auch als Exakt ein. Bitte nicht vergessen, diese Keywords aus deiner automatischen Kampagne auszuschließen, um unnötige selbst geschaffene Konkurrenz auszuschließen. Zusätzlich haben wir aus der automatischen Kampagne auch Wissen über schlechte Keywords erhalten. Also zum Beispiel Keywords die potenziellen Kunden oft geklickt haben, aber nicht zum Kauf geführt haben. Bei dem TRX Trainer ist das Keyword ‚TRX Zubehör‘ sehr wahrscheinlich unpassend, da ich den Trainer und kein Zubehör verkaufe. Damit wir hier nicht weiter unnötige Kosten generieren, schließen wir derartige Keywords ebenfalls von der automatischen Kampagne aus.

Nachdem wir nun alles aufgesetzt haben, heißt es jetzt sauber dann bleiben. Also immer wieder die automatische Kampagne auswerten und Keywords entfernen. Die manuellen Kampagnen ebenfalls auswerten und immer weiter optimieren. Spiele auch einmal mit dem Gebot. Wird man auch ausgespielt, wenn das Gebot kleiner wird? Oder werde ich öfter ausgespielt, wenn ich ein höheres Gebot setze. Damit du die Übersicht behältst, empfehle ich dir ein Tracking Sheet. In meinem eigenen tracke ich beispielshaft die Entwicklung der Impressionen, Kosten pro Klick, Anzahl Bestellungen und generierter Umsatz. Außerdem halte ich durchgeführte Änderungen fest, um besser verstehen zu können, welche Änderung zu welcher Konsequenz geführt hat. Damit baue ich mir also ein starkes Wissen basierend auf Zahlenauswertungen aus, mit welchen ich meine Kampagne immer weiter optimieren und nach oben skalieren kann. Versuche hier einfach ein für dich geeignetes Tracking Sheet aufzubauen, mich welchem du Änderungen einfach im Überblick behältst und die Performance deiner Kampagnen messen kannst. Und vergiss nicht, am Ende ist alles Fleißarbeit. Mit viel probieren und ständigem Anpassen kommt man zum Ziel. Optimal setzt du dir einen festen Termin in der Woche, an welchem du dich genau mit diesem Thema beschäftigst.

Du möchtest tiefgründigeres Verständnis zu diesem Thema entwickeln und gemeinsam mit uns deine Kampagnen aufbauen? Vereinbare einfach ein kostenfreies Erstgespräch mit uns und gemeinsam machen wir dich fit getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“.


Dein LIEVD UP Team

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