In Zeiten der Krise - Kopf in den Sand stecken bringt wohl auch nichts!

Wie gut erinnern wir uns alle an die Worte „stell‘ dich breit auf“ oder „verlasse dich nicht nur auf eine Plattform“. Aber sind wir mal ehrlich, wem bringt dieses „ich habe es dir doch gesagt“ den überhaupt was? Genau, niemanden! Der Verkauf ist egal auf welcher Plattform aktuell eingeschränkt. Also lasst uns nicht die Köpfe in den Sand stecken, sondern versuchen die Zeit so gut wie möglich zu nutzen.



Vorab möchte ich jedoch noch eins klarstellen: ich weiß, dass es manche Unternehmen gerade wesentlich schwer haben als andere. Das viele Unternehmen um Ihre Existenz bangen und es aktuell nicht abschätzbar ist wie lange diese Krisensituation anhalten wird. Natürlich gibt es auch die Gewinner, diejenigen die genau die richtigen Produkte für diese Zeit im Sortiment haben. In diesem Blogbeitrag geht es nicht um das Geheimrezept, wie man jetzt noch schnell das bestpassende Produkt launchen kann. Vielmehr soll es darum gehen Chancen aufzuzeigen, wie man diese Phase nutzen kann auch wenn die Umsätze in den Boden fallen.


Es gibt viele Faktoren die wir als Verkäufer momentan hinnehmen müssen und schlicht nicht ändern können. Sei es die Wareneinlieferung in die Amazon Logistikzentren, der schnelle Versand unserer FBA Artikel, die fristgemäße Fertigstellung der Produkte beim Produzenten oder der Transportweg nach Deutschland. Amazon hat in den letzten Tagen einige Informationen geteilt, welche das Geschäft der Amazon Verkäufer auf die Probe stellen. Dazu zählt unter anderen die Restriktion der Warenanlieferung bis voraussichtlich Mitte April, welche nur noch für einige Produktkategorien möglich ist. Außerdem wurde das sogenannte Delivery Promise, also die angezeigte voraussichtliche Lieferzeit auf der Produktdetailseite, um einige Tage/Wochen ausgeweitet. Sicherlich sind diese Maßnahmen eine angemessene Reaktion, um mit der aktuellen Situation umgehen zu können. Für viele Verkäufer sind massiv sinkende Umsätze eine direkte Konsequenz auf die eh schon zurückgegangenen Verkäufe seit COVID19 Fahrt aufgenommen hat.


Nun heißt es also Zähne zusammenbeißen, so weit wie möglich Förderung beantragen und sich auf die Zeit nach COVID19 vorbereiten. Aber wie wird diese Zeit danach aussehen? Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx spricht in seinem Beitrag ‚48 – Die Welt nach Corona‘ von einer Trend-Gegentrend-Synthese. Von einer Gesellschaft mit veränderten Verhaltensformen aber auch einer Gesellschaft, in der digitale Medien sich während der Krise bewährt haben. Auch wenn ungewiss ist wann dieser Zeitpunkt des „Danach“ sein wird, eins ist gewiss: der Online Handel wird wohl kaum nachlassen. Amazon konnte seine Marktherrschaft in den letzten Wochen massiv ausbauen. Aufgrund der starken Einschränkungen im Einzelhandel mussten immer mehr Kunden auf den Kauf im Netz umschwenken.


Welche Updates gibt es aktuell von Amazon?


Prime Logo: Dass der Verkauf auf Amazon mit Prime Batch sinnvoll ist, haben wir schon mehrfach besprochen, alternativ geht’s hier nochmal zur Prime Übersicht. Wie schaut es aber mit Versand durch Amazon (FBA) aktuell aus? Einlieferung: Nur die durch Amazon als ‚priorisierten‘ definierten Produkte können aktuell ins Logistikzentrum gesendet werden. Die dazu zählenden Artikel werden aktuell nach und nach ausgebreitet, je nach Kapazität der Logistikzentren. Über die Seller Central Seite „Lagerbestand auffüllen“ erhält man immer die neusten Informationen. Auch der Versand der verkauften FBA Artikel kann aktuell mehrere Wochen dauern. Deswegen mal für die eigenen Artikel das aktuelle Lieferversprechen auf der Produktdetailseite prüfen. Anbei findest du den Screenshot des Lieferversprechen eines FBA Produkts aufgenommen am 4. April mit einem Versandversprechen am 14.April.

Hier lohnt es sich für FBA Verkäufer, Produkte zusätzlich im Eigenversand anzubieten. Beachte hierbei, dass du Warenbestand verfügbar haben musst und auch verantwortlich bist den Versand selbst abzuwickeln inkl. Kundenservice.

Gebühren: Amazon hat zwar am 1.April 2020 seine Gebührenstruktur angepasst aber auch gleichzeitig Lagergebühren entlassen. Dazu zählt die reguläre Lagergebühr mit Versand durch Amazon für die letzten beiden März Wochen. Zusätzlich wird auch die am 15. April 2020 fällige Langzeitlagergebühr ausgelassen. Verkäufer die aktuell mit den Amazon Programmen ‚Launchpad‘ oder ‚Marketplace 360‘ strategische Account Management zusammenarbeiten, werden ebenfalls die April Gebühr erlassen.




Welche Maßnahmen können wir als Amazon Verkäufer also aktuell treiben um uns auf das „Danach“ vorzubereiten?


Listing Optimierung: Die Qualität unserer Listings ist Key zum Erfolg und damit ein fortlaufender Prozess der Optimierung. Dazu zählt die klassische Keyword Recherche – auf welche Suchbegriffe der Kunden möchte ich ranken? Kann ich die Anzahl der Keywords erhöhen, in dem ich die Keywords auf Child Ebene optimieren? In diesem Blogbeitrag findest du weitere Informationen zur Listing Optimierung.


Markenausbau: Der Anteil der Eigenmarken Verkäufer steigt stetig auf der Plattform und Amazon bietet immer mehr Tools für Eigenmarken Anbieter an. Hast du hier schon das volle Potenzial ausgenutzt? Begonnen mit der Marken Registrierung via Amazons Brand Registry, Zuordnung der ASINs, Hinzufügen des A+ Contents auf ASIN Level bis hin zum Erstellen eines attraktiven Amazon Store – alle Maßnahmen dienen deiner Markenpräsenz. Um dies bestmöglich umsetzen zu können liegt die Vorarbeit definitiv im Branding. Also wofür steht deine Marke bzw. wofür steht sie nicht. Wie präsentiert sich die Marke auf den verschiedenen Kanälen. Wer ist deine Zielgruppe. Wie kommunizierst du mit deiner Zielgruppe? Welche Farben, Fonts, etc. werden verwendet, um ein einheitliches Marken Image aufbauen zu können. Die unterschiedlichen Eigenmarken Tools von Amazon zeigen wir dir in diesem Blogbeitrag auf.


Werbekampagnen: Die Anpassung von Kampagnen in Zeiten von COVID-19 kann ganz verschiedene Hintergründe haben und unterschiedliche Strategien verfolgen. Unabhängig von priorisierten und nicht-priorisierten Artikel, kann der Zeitinvest in eine grundlegen Keyword Recherche sicherlich lohnend sein. Abhängig von Unternehmensgröße und verfügbaren Ressourcen, kann das Aufsetzen einer cleveren Kampagnen Strategie in Zeiten des stressigen Alltags manchmal auf der Strecke bleiben. Wenn es jetzt also etwas ruhiger im Geschäft ist, sollte man sich diese Zeit gewiss einmal gönnen. Nutzt du bisher nur die auf Keyword basierende Kampagne? Dann probiere dich auch einmal mit einer Targeting Kampagne basierend auf ASINs oder Kategorien aus. Hier findest du zwei Blogbeiträge zum Thema Werbekampagnen auf Amazon.


Es gibt also einiges zu tun. Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und das beste aus dieser schwierigen Situation machen.

Gib uns Bescheid, wenn du Hilfe bei der Account Optimierung benötigst. Fülle einfach unser Kontaktformular aus und wir vereinbaren ein erstes kostenfreies Kennenlerngespräch mit dir.

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